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Menschen für Tiere – nicht nur ein Schlagwort, sondern auch der Name der Hans-Rönn-Stiftung, die mit diesem Anliegen jedes Jahr regelmäßig an die Öffentlichkeit tritt. Auch in diesem Jahr verlieh sie wieder drei Preise sowie einen Sonderpreis an Menschen, die sich ganz besonders für die Tiere einsetzen. Die Preisverleihung, die mit jeweils 3.000 Euro dotiert war, fand wie in den Jahren zuvor im Kom(m)ödchen in der Düsseldorfer Altstadt statt.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Wolfgang Karnowsky, konnte neben den Förderern der Stiftung zahlreiche Tierfreunde begrüßen, die der Einladung gefolgt waren, darunter natürlich viele Mitglieder des Katzenschutzbundes Düsseldorf.
Monika Thau, die die Moderation der Veranstaltung übernommen hatte, hielt die Laudatio auf den ersten Preisträger, Jürgen Foß aus Siegen. Als Geschäftsführer im Tierschutzverein Siegen und Vorstandsmitglied in anderen Tierschutzvereinen setzt er seine ganze Kraft für die Rechte der Tiere ein und macht auf Missstände aufmerksam. Sein Hauptaugenmerk liegt vor allem auf der Aufklärungsarbeit, um die Öffentlichkeit für das Leid der Tiere zu sensibilisieren.
Margarete Bonmariage aus Düsseldorf, gewürdigt von Renate Brucker, erhielt den Sonderpreis – dotiert mit 500 Euro - für ihren unermüdlichen Einsatz für die Tiere im Düsseldorfer Hofgarten. Als „Schwanenmutter“ bekannt, kümmert sie sich ganz besonders um kranke Enten, Gänse und Schwäne, beseitigt Unrat im Gebüsch rund um den Teich und sorgt dafür, dass auch die alten und schwachen Tiere Futter erhalten.
Ernst Ulich aus Berlin, der sich vor allem für den Einsatz von Jugendlichen im Tierschutz und für den Tierschutzunterricht an Schulen engagiert, wurde von Edgar Guhde gewürdigt. Er legt ebenfalls den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Aufklärung der Öffentlichkeit, ganz besonders hinsichtlich des Umganges mit den sogenannten Nutztieren.
Der letzte Preis verdiente besondere Beachtung, ging er doch an den Tierschutzverein „S.P.A.R.E“ in Kairo/Ägypten – eine Region, die nicht gerade für Tierschutzaktionen bekannt ist. Diese „Society for the Protection of Animal Rights in Egypt“, vertreten durch die Präsidentin Amina Sarwat Abaza sowie Mona Khalid, kümmert sich vor allem um misshandelte und ausgesetzte Tiere und setzt sich unter anderem für verbesserte Bedingungen in den Schlachthäusern ein. Wichtiges Ziel ist auch die Aufklärung und Erziehung der Öffentlichkeit zu einem vernünftigen Umgang mit den Tieren. In einem beeindruckenden Beitrag wies der Gastredner Prof. Dr. Assem Attia Ali aus Kairo darauf hin, dass im Koran dem Tierschutz ein recht hoher Stellenwert beigemessen wird und die Verpflichtung zu ethischer Verantwortung durchaus als Vorbild für andere Religionsgemeinschaften dienen kann. Die musikalischen Intermezzi wurden wie in den Vorjahren von einem Trio der Robert Schumann Musikhochschule Düsseldorf dargeboten, die mit Klavier, Querflöte und Sopranstimme für einen würdigen Rahmen sorgten.
In der Fotogalerie sind einige Schnappschüsse der Preisverleihung zu sehen.
Armin Friesendorf
Internetadressen zu den Preisträgern: www.tumev.de, www.die-tierfreunde.de, www.sparealife.org
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